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Tänze aus unserem Programm:

Langsamer Walzer
Er entwickelte sich in den 20er Jahren aus dem Boston; einem Tanz, der sich wiederum aus dem runden Drehen des Wiener Walzers entwickelt hat und bereits neue Elemente des "geradeaus Bewegens" beinhaltet. Seit 1920 in Europa, ab 1927 Turniertanz, seit 1964 im Welttanzprogramm. Er wird auf Grund seiner Herkunft auch "English Waltz" genannt. 3/4 Takt; ca. 30 Takte pro Minute

Wiener Walzer
Der Wiener Walzer geht auf einen uralten, im Alpenraum beheimateten Volkstanz zurück. Er wurde wegen seiner Ungezügeltheit oft bekämpft, manchmal sogar verboten und feierte zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem Wiener Kongress wahre Triumphe. Seit 1932 Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm. 3/4 Takt; ca. 60 Takte pro Minute

Tango
Der Tango stammt aus Argentinien und ist einer der ausdrucksstärksten Tänze. Er lebt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Seit 1907 gibt es ihn in Europa und er gehört seit 1963 zum Welttanzprogramm. 2/4- oder 4/4 Takt; ca. 33 Takte pro Minute

Quickstep
Der Quickstep entstand wie der Slowfox um 1924 aus dem Foxtrott. Er wurde anfangs als "Quicktime Foxtrott und Charleston" bezeichnet und übernahm das Chassé. Man kann ihn als den fröhlichsten und den spritzigsten unter den Gesellschaftstänzen bezeichnen. Nach dem 2. Weltkrieg hatte er einen Stilwandel. Es kamen kleine rhythmische Hüpfschritte hinzu. 4/4 Takt; ca. 52 Takte pro Minute (Foxtrott ist langsamer)

Slowfox
Ab 1924 spaltete sich der Foxtrott in einen langsameren -"Slowfox" und einen schnelleren - "Quickstep" Foxtrott. Der Slowfox basiert auf künstlerisch geformten, langen, gleitenden Gehbewegungen in linearen Schrittmustern. Er zeichnet sich durch einen kontinuierlichen Bewegungsfluss aus. 4/4 Takt; ca. 30 Takte pro Minute. Wird bei uns frühestens ab Bronzeniveau unterrichtet.

Samba
Ist ein afrobrasilianischer Tanz. Er geht auf uralte Kreistänze der Bantu-Neger zurück und bedeutet in der angolanischen Bantusprache Bauch- und Beckenbewegungen. Er entstand in Brasilien im 19. Jahrhundert (National- und Karnevalstanz). Seit 1924 ist er in Europa verbreitet, seit 1959 Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm. 2/4 Takt; ca. 54 Takte pro Minute

Cha-Cha-Cha
Er stammt ursprünglich aus Kuba und ist aus dem Mambo entwickelt worden. Durch die besondere Betonung auf 4+1 wird dieser Tanz etwas härter als Cuban Rumba und Mambo getanzt. Er wurde Mitte der 50er Jahre in Deutschland eingeführt und gehört seit 1962 zum offiziellen Turnierprogramm. Übermütige Ausgelassenheit machte ihn in den meisten Altersklassen zum beliebtesten Lateintanz. 4/4 Takt; 32 Takte pro Minute

Rumba
Ist ein im 19. Jahrhundert entstandener afrokubanischer Werbungstanz und stammt aus dem Mambo-Bolero. Sie wird entweder im Cuban Style (Grundschritt wurde aus dem Mambo entwickelt) oder als Square-Rumba getanzt. Rumba ist ursprünglich ein Sammelname für viele kubanische Paartänze. In Tanzbeschreibungen des 19. Jahrhunderts wird von leidenschaftlichen Werbetänzen gesprochen, bei dem die Frau bestrebt ist, den Mann mit auffälligen Hüftbewegungen zu verführen. Das Wort Rumba bedeutet so viel wie "Fest" und "Tanz". Seit 1930 in Europa, nach dem 2. Weltkrieg wiederentdeckt. Seit 1964 Turniertanz (Cuban Style), seit 1963 im Welttanzprogramm. 4/4 Takt; ca. 28 Takte pro Minute

Jive
Ist heute eine international anerkannte Bezeichnung für einen Tanz, der viele verwandte Vorläufer hat. Diese sind afro-amerikanischen Ursprungs. Dazu gehören Tänze wie Lindy Hop, Blues, Swing aus dem Beginn der 30er Jahre und Boogie-Woogie, Jitterbug, Bebop aus den 40ern und Rock´n Roll aus den 50ern. Der in den USA beheimatete Tanz kam mit den amerikanischen Soldaten um 1940 nach Europa. Durch seinen offenen Bewegungsstil, in Verbindung mit akrobatischen Würfen, wurde er von der Jugend schnell angenommen. Anhand der Off-Beat-Betonung auf 2 und 4 lässt er seinen afrikanischen Ursprung erkennen. Er war der Austobetanz der Vor-Beat-Generation. Seit 1968 ist er Turniertanz. 4/4 Takt; ca. 44 Takte pro Minute

Paso Doble
Ist ein spanischer Tanz, wird aber traditionellerweise den Lateinamerikanischen Tänzen zugeordnet. Er entstand im 19. Jahrhundert in Spanien und wird seit 1919 getanzt. Seit 1945 ist er Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm enthalten.
Unter dem Paso Doble versteht man die tänzerische Interpretation des Stierkampfes. Der Herr tanzt den Torero, die Dame stellt das rote Tuch (Capa) dar. In den letzten Jahren sind wieder verstärkt Flamencoelemente eingeflossen. 2/4 Takt; max. 62 Takte pro Minute
 
Discofox
Gehört zum Überbegriff der Foxtrott-Arten. Namen waren auch Beat-Fox oder Disco-Swing. Um 1973 gingen die frei improvisierenden Tänzer wieder zur Tanzhaltung über; es entstand in Amerika der Hustle und in Deutschland der Discofox mit Figuren bzw. Variationen aus Foxtrott, Swing und "altem" Rock". Im Unterschied zum langsameren Foxtrott und schnelleren Quickstep (Turniertanz) ist er heute von der Interpretation her weniger swingig und jeder Taktschlag ist betont. Ein Großteil Musik (viele Schlager), die heutzutage bei öffentlichen Tanzabenden gespielt wird, kann als Discofox getanzt werden.

Boogie
Die Bezeichnung Boogie-Woogie stand ursprünglich nicht für einen Tanz, sondern für einen Jazzstil, als eingängige Spielart des Blues-Piano. Auf der Basis von Lindy Hop und Jitterbug wurde er in den 30er Jahren Paartanz zu dieser Art von Jazzmusik. Er kam während des Krieges nach England und1945 auch nach Deutschland.

Mambo/ Salsa
Mambo wird auf Cuba auch "Il Diabolo" genannt. Das Wort stammt aus dem religiösen Bereich und bedeutet so viel wie "Heilige Handlung", "Versammlung" und "Gespräch". Die Trommeln als heilige Instrumente redeten miteinander und den Göttern. Die polymetrische Unterhaltung (jeder Musiker schlug seinen Rhythmus individuell in verschiedenen Tonlagen) nannte man "Mambo".In den 30er Jahren nach Nordamerika ausgewanderte kubanische Musiker begeisterte der dort in Mode gekommene Swing. Sie nahmen diesen sanft auf 2 und 4 betonten Rhythmus in den Mambo auf. Seit 1944 kann man diesen Rhythmus in den Hitlisten finden. Anselmo Sacasas entwickelte den ersten Mambo-Tanz-Stil. Jahrelang in Vergessenheit gewesen, entwickelte der Film "Dirty Dancing" ein unbeschreibliches Mambo-Tanz-Fieber. Salsa ist eine besondere Art, Mambo zu tanzen. Der "Salsero" interpretiert die Musik mit lebhafteren Armbewegungen und schnellen Drehungen. Das Wort Salsa bedeutet "heiss" im Sinne von scharf und würzig.

Merengue
Modetanz aus Haiti. Wahrscheinlich entstand dieser Tanz bzw. seine charakteristischen Hüftbewegungen aus einem "Hinktanz", wobei beim "Hinken" das Absenken "das Böse und Dunkle" symbolisiert und das Erheben "das Gute" bzw. beides "Tod und Auferstehung". Jeder Taktschlag wird gleichmäßig mit einem Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite getanzt. 

Twist
engl. to twist = verdrehen, d.h. Verdrehen zweier Körperhälften in entgegengesetzte Richtungen. Der Tanz brachte die bislang letzte generationsübergreifende Tanzwelle in Europa. Er knüpfte 1961 an die Hulahoop-Welle des Vorjahres an (als "Hulahoop ohne Reifen").